Quelle: Aller-Zeitung, 9. Mai 2005

A 39: Noch ist Trasse bei Gamsen aktuell

(pef) Der Trassenverlauf für die Autobahn 39 von Wolfsburg nach Lüneburg quer durch den Kreis Gifhorn steht noch nicht fest. Das stellte gestern die Landesbehörde für Straßenbau fest. Sie hatte Bundes- und Landtagsabgeordnete sowie Bürgermeister und Hauptverwaltungsbeamte zu einer Verkehrskonferenz eingeladen. Der Lüneburger Behördenchef Friedhelm Fischer stellte aber klar, dass auch eine Variante nahe Gamsen und Kästorf nicht vom Tisch ist.

Ulrich Kegel vom Großraumverband Braunschweig hatte noch vor kurzem erklärt, er habe die Landesstraßenbaubehörde darauf hingewiesen, dass die planungsrechtlichen Voraussetzungen in Gamsen und Kästorf nicht mehr gegeben seien (AZ berichtete exklusiv).

„Nicht unmöglich“

„Davon habe ich heute auch gehört“, wunderte sich Fischer gestern auf AZ-Nachhaken. „Eine Autobahn dort zu bauen, ist schwierig, aber nicht unbedingt unmöglich.“ Bautechnisch reiche der Behörde „ein Fenster von 40 bis 50 Metern“.

Zunächst abwägen

Ein dortiger Autobahnbau würde zu Belastungen führen, diese hätten aber nicht zur Folge, dass diese Variante schon ausgesondert sei. „Das wird dann in die Abwägung einfließen“, sagte Fischer. Den Abgeordneten und kommunalen Vertretern habe er im Übrigen nicht viel Neues mitteilen können, da das Verfahren noch am Anfang stehe. Fest stehe lediglich ein Zwischenergebnis der Verkehrsuntersuchung.

Demnach seien alle sieben in der Diskussion stehenden Hauptvarianten für die Trassenverläufe wirtschaftlich. Eine Präferenz für eine der Varanten gebe es frühestens zum Jahresende. Mit dem Baubeginn für einen ersten Teilbereich ist laut Fischer nicht vor 2010 zu rechnen.

www.aller-zeitung.de