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Quelle: Aller-Zeitung, 22. April 2005 Kreuze warnen vor der AutobahnParsau (tru). Für jedes Dorf aus der Samtgemeinde Brome ein Kreuz: Die Bürgerinitiative Keine A39 stellte gestern an der Kreisstraße zwischen Bergfeld und Parsau Mahnmale auf, um vor der Zerstörung des Lebensraumes für Mensch und Natur, aber auch der Trennung der Samtgemeinde zu warnen. Der Parsauer Landwirt Karl-Hermann Polle, selbst BI-Mitglied, stellte seinen Ackerrand für die Aktion zur Verfügung. „Meine Flächen sind bei einer Trasse im östlichen Suchraum akut gefährdet.“ Eine Zerschneidung durch die Autobahn bedeute tägliche Umwege, um überhaupt auf seine Äcker zu kommen, und „bevor der Flächenausgleich kommt, bin ich pleite“, so Polles Befürchtung. Wilfried Sievers, der die Kreuze hergestellt hat, spricht klare Worte, für ihn ist die A39 „ein Monstrum, das das Naturerlebnis in der Samtgemeinde zerstört“. Nach dem Fall der innerdeutschen Grenze werde nun wenige Kilometer westlich eine ähnliche Grenze errichtet, die die Verwaltungseinheit der Samtgemeinde ebenso in Frage stelle wie den Lebensraum für viele Tiere. „Damals behinderte die Grenze die Wanderung der Hirsche, die vom Drömling aus nicht mehr westwärts kamen und dort alles kaputt fraßen. Für Tiere wäre die Autobahn ebenso unüberwindlich.“ Der Standort der Kreuze wurde nicht gewählt, weil möglicherweise dort die Trasse verläuft. Die Entscheidung steht noch aus. Aber „es ist durchgesickert, dass die östliche Variante durch die Samtgemeinde Brome bevorzugt werden könnte“, hat BI-Vorsitzender Frank Warnecke erfahren. Die Bürgerinitiative will an anderen Stellen in der Samtgemeinde ähnliche Aktionen starten. „So werden wir in den nächsten Wochen zwischen Voitze und Brome Plakate aufstellen“, kündigt Warnecke an. Eins sagen alle drei BI-Vertreter ganz klar: „Wir sind nicht generell gegen Straßenbau. Vernünftige Ortsumgehungen wären sinnvoller als die unwirtschaftliche A39.“ |