Quelle: Aller-Zeitung, 23. Januar 2005

SPD-Ortsverein zieht Bilanz: Trendwende, Berufsarmee-Diskussion und langjährige Mitglieder

(ust) Gifhorns Sozialdemkraten sind voller Tatendrang und Optimismus – und positionieren sich für das Super-Wahljahr 2006. Ortsvereinsvorsitzender Gunter Wachholz und SPD-Fraktionschef Ulrich Stenzel riefen auf der gut besuchten Hauptversammlung des SPD-Ortsvereins am Samstag alle Mitglieder dazu auf, sich mit Ideen einzubringen.

„Bundestags- und Kommunalwahlen – wir haben das Ziel beide Wahlen erfolgreich zu gestalten”, sagte Wachholz am Samstag vor 56 Stimmberechtigen in der „Scheune” des Deutschen Hauses.

In Griff bekommen

Zuvor hatte der Ortsvereinsvorsitzende „von einer schwierigen Phase in 2004 gesprochen, die der Vorstand jedoch schnell in den Griff bekommen hat”. Wachholz und Stenzel erwähnten dabei jedoch mit keiner Silbe mehr den Namen des früheren SPD-Fraktionschefs Karl-Heinz Schrader, der seiner Partei den Rücken gekehrt hat (AZ berichtete mehrfach).

Die Bundespolitik der SPD-Regierung habe auch in Gifhorn zu Austritten von Mitgliedern geführt. „Die Wende ist jedoch erreicht”, freute sich Wachholz. Es gebe wieder Eintritte von jüngeren Leuten, denn der Sinn der Reformen werde erkannt. Der Ortsverein zähle derzeit 300 Mitglieder. Wichtig: Bis Mai 2005 sollten alle Ortsabteilungen Kandidaten für die Kommunalwahl 2006 benennen.

SPD-Fraktionschef Ulrich Stenzel, seit August 2004 im Amt, lobte eine „erfolgreiche Arbeit der SPD in der Stadt Gifhorn”. „Wir haben uns viel neu erarbeiten und geänderte Strukturen schaffen müssen”, stellte er klar.

Thema A-39

Mit Blick auf die A-39-Planungen hielt sich Stenzel bedeckt: „Wir haben uns bisher noch nicht öffentlich positioniert, sind jedoch gegen eine unbegründete Panikmache wie sie von einigen Leuten in dieser Stadt betrieben wird.”

Klar die Position der Gifhorner SPD in Sachen Bundeswehr: Die Mehrheit (43 Mitglieder) ist für eine Beibehaltung der Wehrpflicht.

Grünes Licht auch für Lkw-Maut auf Bundesstraßen: B4 und B188 würden sonst zu Brummi-Ausweichstrecken.

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