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Quelle: Landeszeitung, 15. Januar 2005 Die Wirtschaft startet zuversichtlich ins JahrOptimistische Töne beim Jahresempfang der IHK Lüneburg-Wolfsburgcst Lüneburg. Eine gesunde Portion Optimismus nehmen die Unternehmen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg ins neue Jahr mit. Dafür sorgen allenthalben sichtbar werdende Aufschwungtendenzen und die Einleitung wichtiger Reformprozesse in Deutschland. Eine Reihe weiterer ermutigender Signale zählte IHK-Präsident Bernd Hansmann vor mehr als 400 Vertretern aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens beim gestrigen Jahresempfang der Kammer im Lüneburger Seminaris-Hotel auf. “Deutschland ist alles in allem auf einem guten Weg”, konstatierte Hansmann, zumal die Einsicht der Bevölkerung für Reformen und für die Notwendigkeit einer Neuorientierung auf vielen Feldern spürbar wachse. Abzulesen sei die Wende zum Besseren auch am Geschäftsklimaindex für die Wirtschaft im Kammerbereich, der von 80 Punkten in 2002 auf jetzt fast 110 gestiegen sei – Tendenz: Weiter steigend. Stolz und dankbar sei er für die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen im Kammergebiet, die das im Ausbildungspakt festgeschriebene Plansoll um das Dreifache übertroffen hätten, sagte der IHK-Präsident. Im Bezirk hätten laut Vereinbarung 180 neue Plätze und 140 so genannte Einstiegsqualifikationen akquiriert werden müssen, tatsächlich seien es Ende 2004 aber 488 zusätzliche Ausbildungsplätze und 353 Einstiegsqualifikationen gewesen. Eingehend widmete sich Hansmann dem Kapitel Autobahn 39. Die geplante A 39 Wolfsburg-Lüneburg sei für die weitere regionalwirtschaftliche Entwicklung unverzichtbar: “Wenn wir den Unternehmen – ansässigen wie neuen – Perspektiven bieten wollen, wenn Arbeitsplätze und Wertschöpfung vor Ort entstehen sollen, dann führt an der neuen Autobahn kein Weg vorbei”, unterstrich der Präsident. Als wegweisend bezeichnete Hansmann die jüngst vollzogene Fusion der Fachhochschule und Universität in Lüneburg. Dieses bundesweit einmalige Projekt nährt die Hoffnung der Wirtschaft, dass sich der Wissenstransfer aus der Hochschule intensivieren wird. Der IHK-Präsident appellierte an die Unternehmer, Absolventen der Bachelor- und Masterstudiengänge bei ihren nächsten Einstellungen eine Chance zu geben. Vor dem Hintergrund der Flutkatastrophe in Südasien appellierte er an die Unternehmen, in ihrer Spendenbereitschaft nicht nachzulassen. Auch die IHK werde einen namhaften Betrag für die Opfer spenden. Mit dem Hinweis, dass die IHK das Jahr 2005 unter das Motto “Jahr des Rechts” gestellt hat, leitete er zum Grußwort von Helga Oltrogge, der Präsidentin des Oberlandesgerichts Celle, über. Die Juristin hob hervor, dass die hohe Rechtssicherheit zu den Standortvorteilen Deutschlands gehöre. Mit dem Zitat “Recht gibt es nicht zum Niedrigpreis” kritisierte die OLG-Präsidentin dabei indirekt die empfindlichen Einschnitte bei der niedersächsischen Justiz durch das Sparprogramm der Landesregierung. Dem Grußwort schloss sich der Vortrag des renommierten Wirtschaftsexperten Prof. Hans-Werner Sinn an. Der Präsident des Münchner ifo-Instituts widmete sich dem etwas reißerischen Thema “Ist Deutschland noch zu retten? Mit notwendigen Reformen wieder an die Spitze in Europa!” Lesen Sie dazu am kommenden Freitag auch das “Interview der Woche”. |