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Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 8. Dezember 2004 Mitte 2005 erste TrassenvariantenStraßenbauverwaltung legt Zeitplan für Autobahn-Planung vor / Finanzierung bis 2006 gesichertUelzen/Lüneburg. Eine Landkarte mit brisanter Information lag in den Briefkästen vieler Wittinger Haushalte. Auf der Skizze eingetragen: die neue Autobahn-Route. Auch in einer Lüneburger Veranstaltung hing bereits eine Großraumkarte mit der kommenden Trasse. Keine Einzelfälle also. Der Chef der federführenden Planungsbehörde, der Straßenbau-Verwaltung Lüneburg, Friedhelm Fischer, bleibt gelassen. “Die Skizzen sind nicht von uns.” Jeder könne “mit Bleistift Linien in die bisher veröffentlichen Karten einzeichnen, beispielsweise die bisherigen Korridore miteinander verbinden”, das aber sei dann Privatmeinung und habe nichts mit der tatsächlichen Streckenplanung zu tun. Er, Fischer, gehe weiterhin davon aus, dass frühestens im zweiten Quartal nächsten Jahres mögliche Trassen veröffentlicht werden, wobei die Betonung auf “Trassen” liegt. Klartext, so Fischer: “Wir werden uns nicht auf einen einzigen Streckenverlauf festlegen, sondern auf mehrere Vorschläge, und dann werden wir Für und Wider der einzelnen Varianten erläutern.” Das Finden der Autobahn-Trasse ähnele ein wenig der Suche nach der Y-Trasse, der Bahnstrecke, die die Städte Hamburg, Hannover und Bremen verbinde. Fischer: “Auch da sind mehrere Varianten in der Diskussion gewesen.” Richtig konkret wird es nach Angaben Fischers erst in der zweiten Jahreshälfte 2005 zugehen. Im sogenannten Raumordnungsverfahren würden dann die Trassenvorschläge “diskutiert”, ehe sich bis Mitte 2006 die beste Variante herauskristallisiert habe. An der Debatte würden alle anliegenden Kommunen sowie die Träger öffentlicher Belange beteiligt. Auf jeden Fall, so Fischer weiter, seien bis zum Ende des Raumordnungsverfahrens Mitte 2006 ausreichend Finanzmittel zur Verfügung gestellt worden, um die Planung fortzuführen. Das sah im Januar noch anders aus. “Da hatten wir Lücken”, sagt Fischer. Eines der schwierigsten Themen, das die Straßenbauverwaltung gegenwärtig abzuarbeiten hat: Die so genannte Erheblichkeitsprüfung. Fischer: “Wir müssen davon ausgehen, dass wir FFH-Gebiete berühren, Flora-Fauna-Habitat-Flächen also.” Die Ilmenau spiele dabei eine Rolle, ließ Fischer durchblicken, die Gerdau möglicherweise auch. Allerdings hat die Straßenbauverwaltung gerade im Landkreis Uelzen einiges an Erfahrungen beim Umgang mit diesem sensiblen Bereich vorzuweisen. So war beispielsweise im Zuge der Ortsumgehung über die Stederau ein riesiges Brückenbauwerk entstanden, dessen Zuschnitt in Zusammenarbeit mit Naturschutz-Verbänden festgelegt worden war. Derweil sind erste Pläne zur Querverbindung zwischen den geplanten Autobahnen A 39 und A 14 (Magdeburg-Schwerin) bekanntgeworden. Demzufolge plant das Land Sachsen-Anhalt nach Angaben Verkehrsminister Daehres eine Strecke, die zwischen Bad Bodenteich/Wittingen beginnt und in Richtung Stendal/Wittenberge verläuft. Gedacht sei an einen dreispurigen Ausbau mit wechselnden Überholspuren. |