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Quelle: Wolfsburger Nachrichten, 7. Dezember 2004 Lärmgutachten gefordertNeue Suchräume für Autobahn 39 im Raum Hankensbüttel und WittingenGIFHORN. Bisher gab es im Landkreis Gifhorn drei Untersuchungsräume für die Autobahn 39, alle parallel zueinander in Nordsüd-Richtung verlaufend. Nun sind sie im Raum Hankensbüttel/Wittingen ausgeweitet worden. Dadurch ist auch ein Verschwenken der Autobahn von Ost nach West und umgekehrt möglich. Für Jakob Drees, Vorsitzender des Naturschutzbundes Isenhagener Land, ist die erneute Ausweitung der Suchräume ein Beleg dafür, wie schwer es ist, eine Anwohner- und naturverträgliche Trasse für die A 39 zu finden. “Jede Erweiterung des Suchraums kostet Geld und Zeit, denn umfangreiche Datenerhebungen werden notwendig. Das wird vom Straßenbauamt Lüneburg nur angeordnet, wenn es unbedingt notwendig ist”, sagt Drees. Eine weitere Suchraumausweitung wird es auch im Stadtgebiet Wolfsburg geben. In Kreuzheide und Velstove werden die Auswirkungen des zukünftigen Autobahnlärms untersucht, was vorher nicht geplant war. “Warum geschieht dies nicht auch im Landkreis Gifhorn?”, fragt Drees. “Lärmgutachten kosten Geld, aber hier wird zu Lasten der Anwohner gespart. Die Gemeinden müssten sich massiv für Lärmuntersuchungen einsetzen, aber die Kommunalvertreter schlafen.” Ähnlich nah am Autobahnsuchraum wie die Wolfsburger Stadtteile liegen im Kreis Gifhorn zum Beispiel Gamsen und Kästorf, aber auch Bokensdorf, Eischott, Brome, Benitz, Teschendorf, Hanum, Diesdorf, Dedelsdorf, Allersehl, Weddersehl, Oerrel, Wagenhoff, Triangel und Westerbeck. In allen genanten Orten ist ein Lärmgutachten bisher nicht geplant, obwohl die Autobahn möglicherweise weniger als 100 Meter an den Orten vorbeiführen wird. Das Sprecherteam des Schutz- und Klagefonds sowie des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39 diskutieren heute mit interessierten Bürgern über die Autobahnplanungen. Außerdem berichtet das Landwirts-Ehepaar Iken über seinen 10 Jahre langen Kampf um Entschädigungszahlungen im Zuge des Baus der A 20. Diese Veranstaltung sei für alle Grund- und Hausbesitzer, aber auch für Pächter von landwirtschaftlichen Flächen oder Jagden interessant, so Drees, denn hier werde eine preiswerte Möglichkeit eröffnet, rechtlichen Beistand gegen Enteignungen im Zuge des Baus der A 39 zu erlangen. |