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Quelle: Braunschweiger Zeitung, 23. September 2004 “Lieber die B 4 dreispurig”Hendrik Holtz fürchtet Autobahn vor den Türen Triangels, “Plan im Keim ersticken”Von Christiane Schacht TRIANGEL. “Das müssen wir im Keim ersticken”. Hendrik Holtz aus Triangel ist aufgebracht. Er hat am Montagabend während einer Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative “Keine A39” erfahren, dass auch sein Dorf sowie die benachbarten Dörfer Westerbeck und Dannenbüttel von der geplanten Streckenführung der Bundesautobahn betroffen wären. Er will sich nun umfassend informieren, Ortsrat und Bürgermeister Wolfgang Stein einschalten und dann gegebenenfalls seine Mitbürger zum Protest gegen die Streckenführung mobilisieren. Eine Bundesautobahn mitten durch Gifhorn und Sassenburg – ein Unding, meint Holtz. Die Gründe, vor allem finanzielle, hält der Triangeler für nicht plausibel. Für ihn stehen die zu schützende Natur und vor allem die Menschen, die “so eine Autobahn nicht vor ihrer Nase haben wollen”, im Vordergrund. Die Überlegungen, die A39 zu bauen, finden bei ihm kein Verständnis. Holtz: “Man könnte lieber die B4 dreispurig ausbauen.” Dann könne der Verkehr besser fließen. Und: “An die B4 haben sich die Leute inzwischen gewöhnt. Da würde sich nicht viel ändern.” Die Bundesautobahn A 39 ist in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen worden. Das Straßenverkehrsamt Lüneburg hat den Suchraum für die Streckenführung, in dem sich neben Triangel auch Kästorf, Gamsen, Wilsche, die BGS-Siedlung, Neubokel und das Gebiet Im Meinecken Sohl in Gifhorn befinden, bekannt gegeben. In einem auch in Triangel verteilten Flyer teilte die Bürgerinitiative um Ullrich Lehnert mit, dass “die Pläne des Straßenverkehrsamtes schon bald Wirklichkeit werden können, wenn die Gifhorner Bürger und Politiker weiter schweigen”. Die erste Entscheidung falle 2005, die letzte Entscheidung 2006, steht auf dem Flugblatt. Holtz hat gehört: “Baubeginn ist 2010 bis 2015.” Die Bürgerinitiative stellt fest, dass “Gifhorn Qualität hat”. Kleinstadt- und Naturidylle, saubere Luft, ruhige Wohnlagen mit wertstabilen Grundstücken gehören zu den Pluspunkten der Stadt und ihrer Umgebung. Die Initiative will jetzt die Bürger aufrufen: “Wollen Sie für den Rest Ihres Lebens darauf verzichten? Wenn nicht, dann tun Sie etwas gemeinsam mit uns für den Erhalt Ihrer Lebensqualität.” Der Aufforderung, sich zu engagieren, mit den Orts- und Stadtratsmitgliedern zu sprechen, wird Holtz nachkommen. Er will “auf jeden Fall dranbleiben”. |