Quelle: Elbe-Jeetzel-Zeitung, 23. Juli 2004

Nur über die B248

Bund zur Anbindung an die geplante Querspange B190n

gel Lüchow. Die Kreisstadt Lüchow wird nicht direkt an die geplante Bundesstraßen-Querspange angebunden, die eines Tages die beiden Autobahnen A14 (Magdeburg-Ludwigslust) und A39 (Lüneburg-Wolfsburg) verbinden soll. Dies stellt das Bundesverkehrsministerium in seiner Antwort auf die Autobahn-Resolution des Kreistages (EJZ berichtete) klar.

Wie der Landkreis aus dem Antwortschreiben mitteilt, soll Lüchow vielmehr über die vorhandene B248 an die geplante Querspange B190n angebunden werden, so das Ministerium. Durch die vorgesehene Parallelführung der B 190n mit der B 71 und der B 190 geht die Bundesregierung davon aus, dass die Ortsdurchfahrten im Zuge der B71 und auch die Ortsdurchfahrt Bergen/Dumme entlastet werden. Die Querspange könnte nach den bisherigen Planungen in etwa auf Höhe Salzwedels verlaufen. Das Bundesverkehrsministerium habe erklärt, dass die B190n als Querriegel eine leis-tungsfähige Verbindung zwischen beiden Autobahnen in Anlehnung an die vorhandenen Bundesstraßen 71 und 190 schaffen soll. Die Linienplanung der A39 befinde sich noch am Anfang. Es gebe in den bisher ermittelten konfliktarmen Korridoren noch keine konkreten Trassenvarianten und auch noch keine Präferenztrasse. Voraussichtlich werde in der zweiten Jahreshälfte 2005 für die A39 das Raumordnungsverfahren beantragt.

Der Kreistag begrüßt in der Resolution den Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes, die Autobahnverbindungen zwischen Wolfsburg und Lüneburg (A39) und zwischen Magdeburg und Ludwigslust (A14) sowie deren Querverbindung (B 190n) in den vordringlichen Bedarf einzuordnen. Die Bedeutung der Gesamtmaßnahme liege in der Anbindung an das überregionale Straßennetz und müsse auch vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Verkehrsströme auf Grund der EU-Osterweiterung gesehen werden. In der Resolution wird betont, dass positive Wirkungen aber nur erzielt werden, wenn der Bau der A14, der A39 und der Querverbindung als Gesamtmaßnahme gleichzeitig realisiert werde. Voraussetzung sei weiterhin eine A39-Trassenführung östlich von Uelzen. Und: Der Kreistag fordert, dass die Planung der B190n so zu gestalten sei, dass das Mittelzentrum Lüchow angebunden und eine Entlastung der im Verlauf der B 71 liegenden Ortsdurchfahrten (insbesondere Bergen/Dumme) erreicht werde. Diese Auffassung über die verkehrspolitische Bedeutung des Gesamtprojekts werde zudem vom Niedersächsischen Verkehrsministerium geteilt. Das habe das Hirche-Ressort dem Landkreis auf die Resolution geantwortet, teilt Landrat Dieter Aschbrenner mit.

Bild: Das Mittelzentrum Lüchow wird nicht direkt an die geplante Bundesstraßen-Querspange B190n (Pfeil) angebunden, die eines Tages die beiden Autobahnen A39 und A14 verbinden soll. Der Bund hat dem Landkreis mitgeteilt, dass Lüchow vielmehr über die vorhandene B248 (Lüchow-Salzwedel) an die B190n angeschlossen werden soll. Skizze: IHK

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