Quelle: Landeszeitung, 21. Juli 2004

Stadt und Kreis Lüneburg locken immer mehr Neubürger

Die Einwohnerzahl stieg innerhalb eines Jahres um 1.601 auf 173.164 Personen

cec Lüneburg. Erneut ein wenig dichter zusammenrücken müssen die Lüneburger in Stadt und Land: Laut Statistischem Landesamt teilten sich zum Stichtag 31. Dezember 2003 im Schnitt 131 Menschen einen Quadratkilometer des Kreisgebietes, Ende 2002 waren es 130. Bei minimal rückläufigem Geburtendefizit lockte der Kreis weiterhin jede Menge Neubürger: Die Einwohnerzahl stieg innerhalb eines Jahres insgesamt um 1601 auf 173.164 Personen. Nur in Amt Neuhaus lebten Ende 2003 weniger Menschen als Ende 2002.

Die Bilanz der Geburten und Sterbefälle hebt sich positiv aus dem niedersächsischen Gesamtergebnis heraus: Landesweit ist das Geburtendefizit um signifikante 43 Prozent gestiegen – das höchste Defizit seit 1985, im Landkreis Lüneburg hält es sich hingegen mit minus 3,6 Prozent relativ stabil.

In den Samtgemeinden Amelinghausen (+2), Bardowick (+5), Gellersen (+8), Ostheide (+27) und Scharnebeck (+4) wurden sogar, wie auch schon im Jahr 2002, mehr Menschen geboren als starben. Einen Geburtenüberschuss gab es nach einem Defizit im Vorjahr auch wieder in den Samtgemeinden Dahlenburg (+2) und Ilmenau (+12).

Fast allein auf das Konto der Zuwanderer geht also das Bevölkerungsplus: 14.282 Zugezogene verzeichnete der Kreis im Jahr 2003, 12.594 Bürger verließen ihren Wohnort.

Im Vergleich mit den anderen Landkreisen des Regierungsbezirkes hat Lüneburg mit seinem Gesamtzuwachs von 1601 Menschen die Nase weit vor Harburg (+1181) und Stade (+1142). Strukturschwache Kreise wie Lüchow-Dannenberg (-142) und Uelzen (-140) kämpfen weiterhin mit der Abwanderung.

Ungleich verteilt ist das Bevölkerungswachstum auch innerhalb des Landkreises: Um 643 Menschen wuchs die Stadt Lüneburg, in der Fläche legte Bardowick (+372) am stärksten zu, gefolgt von Scharnebeck (+154) und Ilmenau (+132). Einzig in Amt Neuhaus schmolz die Einwohnerzahl um 69.

Zum Schluss noch eine vordergründig gute Nachricht für die Junggesellen: Offensichtlich brechen Frauen häufiger ihre Zelte woanders ab, um sie in Lüneburg neu aufzuschlagen: 6930 männlichen Zuwanderern stehen rund 7350 weibliche Neubürger gegenüber – über ihren Familienstand schweigen sich die Statistiker allerdings aus.

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