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Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 18. Juli 2004 Unglaubwürdige “Initiative Pro A 39”Wer sich nicht äußerst ist automatisch dafür? Werden Touristen wirklich wiederkommen?“Bessere Lebensqualität mit der A 39” (AZ vom 13. Juli) — Klaus Rumpenhorst, Oetzen (per E-Mail): Mir ist es schleierhaft, wie die Initiative Pro A 39 zu der Auffassung kommt, die schweigende Mehrheit der Bevölkerung vertreten zu können. Glaubt denn die Initiative, dass die Bevölkerungsteile, die sich nicht äußern, automatisch für die A 39 sind? Die Mitglieder der Initiative sollten einmal Gespräche mit den BürgerInnen im Landkreis führen, und nicht nur mit Vertretern aus Industrie, Wirtschaft und Handel. Dann würden diese vielleicht auch erkennen, dass die schweigende Mehrheit sich entweder noch nicht entschlossen haben, für oder gegen die Autobahn zu sein, bzw. keine Meinung zur A 39 haben. Oder aber auch, dass einige BürgerInnen für die Autobahn stimmen, weil der Ausbau einer vierstreifigen B 4 nicht in die Planungen aufgenommen wurde. Auch bin ich gespannt auf die Argumente der Initiative, die für eine Autobahn sprechen sollen. Eine Aussage, dass die A 39 gut für unsere Region ist, ist kein glaubwürdiges Argument. Ich erwarte Fakten und Zahlen, die nachvollzogen und kontrolliert werden können. Dann ist da auch noch die Ortsumgehung Kirchweyhe. Die Autobahn soll eine deutliche Entlastung der B 4 schaffen. Warum wird die Ortsumgehung Kirchweyhe dann doch noch gebaut? Wird vielleicht doch nicht mit einer Entlastung auf der B 4 gerechnet, oder warum werden zwei gut ausgebaute parallel verlaufende Straßen neu erstellt bzw. ausgebaut? Für den Tourismus in unserer Region sollte eine Befragung bei den Touristen durchgeführt werden, ob diese denn auch wirklich wiederkommen, wenn ganz in der Nähe die Autobahn verlaufen sollte. Aber diese Frage wird bei Umfragen nicht gestellt, weil das Ergebnis vielleicht nicht den Erwartungen entspricht. Von der Initiative Pro A 39 werden die Einzelinteressen der Autobahngegner bemängelt. Die Initiative selbst aber möchte eine Trassenführung östlich von Uelzen, also auch nicht direkt vor der eigenen Haustür. Wenn die Autobahn für Uelzen aber wirklich so gut ist, sollte die Trasse direkt durch oder ganz in der Nähe von Uelzen geführt werden, vielleicht direkt neben dem Elbe-Seiten-Kanal. Denn auch der Lastverkehr wird nicht von den Industriegebieten nördlich von Uelzen zuerst im Osten auf eine Autobahn fahren, wenn in einer kürzeren Zeit die A 250 in Lüneburg, über die Bundesstraße 4, erreicht werden kann. |