Quelle: Elbe-Jeetzel-Zeitung, 27. Juni 2004

Autobahnverbindung weit entfernt

fk Breese/M. Die Verbindungsspange zwischen den geplanten Autobahnen A 14 und A 39 wird voraussichtlich weit am Landkreis Lüchow-Dannenberg vorbeigehen. Dies ist jedenfalls die Tendenz der Planung, wie sie sich der Kreisverwaltung darstellt.

Der Kreistag beschloss am Dienstag, mit einer gemeinsamen Resolution den Versuch zu unternehmen, auf diese Entwicklung Einfluss zu nehmen.

Die Kreisverwaltung ist an den Planungen nicht einmal beteiligt. Nur zufällig erfuhr sie vom Abstimmungsgespräch der Planungsbehörden. Zuständig für die Spange ist das Land Sachsen-Anhalt. Die Überraschung sei groß gewesen, als die Kreisverwaltung davon erfuhr, meinte Baudirektor Jürgen Weinhold. Das Straßenbauamt soll die niedersächsischen Interessen wahrnehmen.

Laut Weinhold sprechen die Hinweise für eine weit südlich verlaufende Trasse. Da sei das Interesse der Region Wolfsburg und Braunschweig zu erkennen. Voraussichtlich südlich von Diesdorf wird die Verbindung der Autobahnen geplant. Eine Wirkung auf den Verkehr in Lüchow-Dannenberg ist so nach der Meinung von Kreistag und Verwaltung nicht zu erreichen.

SPD-Sprecher Klaus-Peter Dehde verwies auf eine Resolution der Stadt Lüchow und wollte sie zur Basis einer Abstimmung des Kreistages machen. Klaus Wohler (CDU) dagegen fand den Beschluss des Kreisausschusses Uelzen geeigneter. Die Grünen wollen, dass möglichst vorhandene Strecken benutzt werden und der Ausbau-standard sich an der Uelzener Umgehungsstraße orientiert.

Zu einer gemeinsamen Formulierung reichte es im Kreistag nicht. Die soll nun Baudirektor Weinhold aus den Eckpunkten zusammenstellen. Darin sollen folgende Forderungen vorkommen: das Mittelzentrum Lüchow müsse an die B 190 (neu) angebunden, die B 71 bei Bergen entlastet werden. Die A 39 solle auf jeden Fall östlich von Uelzen verlaufen. Außerdem müssten die Grundsätze der Umweltverträglichkeit gelten.

Dehde appellierte an die Fraktionen, sich nicht auf eine neue Autobahndiskussion einzulassen, sondern sich auf Aussagen zur B 190 zu beschränken. Dies ermögliche allen Fraktionen die Zustimmung. Klaus Wojahn (CDU) allerdings bestand auf der Forderung nach einer A 39 östlich von Uelzen. Klaus Woh-ler (CDU) fand, dass man jetzt eine größere Chance hätte mitzureden, wenn man früher aggressiver für eine Autobahn eingetreten wäre. Mit Mehrheit beschloss der Kreistag den For- mulierungsauftrag an Weinhold und die Abstimmung darüber in der nächsten Sitzung.

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