Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 19. Juni 2004

Die Sache mit der eigenen Anreise

CDU-Arbeitskreis besuchte den Landkreis Uelzen: “Wir stehen voll hinter der A 39”

tm Bad Bevensen/Suderburg. Wie ein roter Faden zog es sich durch die Gespräche, die sie an diesem Tag führten: Die Region Uelzen brauche die A 39. Das sei den Mitgliedern des Arbeitskreises Wirtschaft, Arbeit und Verkehr der Niedersächsischen CDU-Landtagsfraktion am Donnerstag mehr als deutlich geworden. Nicht zuletzt auch, weil sie das Fehlen einer Autobahn bei ihrer Anreise am eigenen Leibe erfahren hätten.

So seien die Abgeordneten mit der Bahn gefahren. Aus Hannover in Uelzen angekommen, mussten sie aber erst einmal warten und umsteigen, um nach Bad Bevensen zu gelangen. “Nur weil die Bahn da an irgendwelchen historischen Grenzen festhält”, wie Ernst-August Hoppenbrock, wirtschaftspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion, verständnislos den Kopf schüttelte.

Er ließ keine Zweifel aufkommen: “Wir stehen voll hinter der A 39, und die hat sich auch Ministerpräsident Wulff auf die Fahnen geschrieben.” Eine Autobahn sei für die Region Uelzen, vor allem für die Tourismuswirtschaft wichtig. Dieses Fazit wurde auch nach dem Besuch der Firma Valenzi in Suderburg weiter gefestigt.

Schwer begeistert zeigten sich die Mitglieder des Arbeitskreises bei ihrem Besuch der Bevenser Kurgesellschaft, wo sie von deren Geschäftsführer und Vorsitzenden des Heilbäderverbandes Niedersachsen sowie des Tourismusverbandes Lüneburger Heide, Hans-Bernd Kaufmann, empfangen wurden. “In der vergleichenden Kurort-Analyse ist Bad Bevensen auf dem dritten Platz gelandet – es ist beeindruckend, wie ein Kurort wie Bad Bevensen im Konzert der Großen, die zumeist aus staatlichen Mitteln finanziert werden, hervorragend mitspielen kann”, meinte der Uelzener Landtagsabgeordnete Jörg Hillmer.

Solche “Leuchttürme” wie Bad Bevensen wolle man stützen. Ein Schritt in diese Richtung sei eine Änderung des Niedersächsischen Kurabgaben-Gesetzes. Nämlich dahingehend, wie die Vorsitzende des Arbeitskreises der CDU-Landtagsfraktion für Freizeit, Tourismus und Heilbäderwesen, Inse-Marie Ortgies, erklärte, dass auch in kleinen Orten eine Fremdenverkehrsabgabe erhoben werden darf.

Konkrete Unterstützung, damit Bad Bevensen auch künftig im “Konzert der Großen” kraftvoll mitspielen kann, konnte der Arbeitskreis am Donnerstag nicht zusagen. Wohl aber werde man die Verpflichtung ernst nehmen, dafür zu sorgen, dass Vorhandenes gepflegt werden könne, so Ortgies.

Aber, und daran ließ sie auch keinen Zweifel, die Pflege des Vorhandenen beginne bereits im Kleinen: “Lach' doch mal” – diesen Rat gebe sie Menschen so oft mit auf den Weg. “Man muss das Vorhandene eben auch gut anbieten.”

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