|
Quelle: Isenhagener Kreisblatt, 18. Juni 2004 Spange nördlich der B 244Bezirksregierung stellt endgültigen Untersuchungsraum für A 39 vorWittingen/Hankensbüttel. Die Bezirksregierung Lüneburg hat nun den endgültigen Untersuchungsraum für die A 39 bekannt gegeben. Eingeflossen sind die Eingaben zur Antragskonferenz im Februar und weitere Stellungnahmen. Rund 1200 Quadratkilometer werden demnach vom Straßenbauamt Lüneburg zu untersuchen sein, indem Siedlungsgebiete, Landwirtschafts- und Forstflächen sowie ökologisch sensible Gebiete detailliert geprüft werden. Ergebnis sollen die Trassierungen für die A 39 sein, die im anschließenden Raumordnungsverfahren auf ihre Auswirkungen auf Mensch und Natur beurteilt werden. Der östliche Rand des Untersuchungsraumes kreuzt etwa bei Ohrdorf die Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt, so dass ein Verlauf der A 39 auch durch sachsen-anhaltinisches Gebiet planerisch nach wie vor möglich wäre. Zwischen Ohrdorf und der Ohre wurde der Untersuchungsraum aufgeweitet. Nach Angaben des Straßenbauamtes soll hier auch eine östliche Umfahrung Ohrdorfs geprüft werden. Planungen östlich der Ohre-Niederung haben nach Ansicht der Planer keine Aussicht auf Erfolg, weil dann das nachgemeldete FFH-Gebiet Ohreaue gequert werden müsste. Interessant ist der Verlauf der Suchraumgrenze zwischen Hankensbüttel und Wittingen - also der Bereich, der für eine mögliche "Querspange" im Gespräch ist. Dort schneidet der Untersuchungsraum die B 244 im Bereich von Alt-Isenhagen, so dass eine gerade Trasse zwischen Wittingen und Hankensbüttel in Anlehnung an den Verlauf der B 244 nicht möglich wäre. Die neue Straße müsste nördlicher verlaufen. Der Karte zufolge wäre dann auch eine nördliche Umfahrung Hankensbüttels zwingend, eine Südumgehung im Zuge der Spange wäre kein Thema mehr. Für die Anbindung Celles wird neben der Trasse über Hankensbüttel und Steinhorst auch die in der Herzogstadt favorisierte Verbindung über die B 191 bis Breitenhees und von dort weiter nach Bad Bodenteich geprüft. Im Bromer Bereich ist der Untersuchungsraum zwischen Barwedel, Grußendorf und dem Truppenübungsplatz Ehra-Lessien aufgeweitet worden. Hier soll eine westliche Umfahrung des FFH-Gebietes Vogelmoor geprüft werden. Zugleich könnte der als avifaunistisch wertvoll geltende Bereich zwischen Ehra und Bergfeld gemieden werden. Auf Bundesebene sind derweil die Weichen gestellt: Der Bundesverkehrsausschuss hat das Bundesverkehrswegeplan-Paket verabschiedet. Damit sind die A 39 und die Bromer Ortsumgehung - wie schon im Mai beschlossen - endgültig im vordringlichen Bedarf. Die Zustimmung des Bundestages am 1. Juli gilt als Formsache. |