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Quelle: Pressedienst der Stadt Lüneburg, 3. Juni 2003 Staatssekretärin Mertens: A39 für die Region wichtig(ihk/sp) Lüneburg. „Der Bund baut keine Straßen, die das Land nicht braucht. Die Infrastruktur ist die Voraussetzung für das Funktionieren einer Volkswirtschaft.“ Mit diesen Worten legte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Angelika Mertens, jetzt vor rund 30 Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung im Haus der Industrie- und Handelskammer laut einer Pressemitteilung der IHK ein deutliches Bekenntnis zum Verkehrswegebau und besonders zur geplanten Autobahn A39 von Lüneburg Richtung Wolfsburg ab. Mertens wies dabei zur Begründung unter anderem auch auf das Ergebnis der Kosten-Nutzen-Analyse hin, die für das Gesamtvorhaben A14/A39 einen hervorragenden Wert ermittelt habe. Vor dem Hintergrund der wachsenden Gütermengen, die unter anderem die Osterweiterung mit sich bringe, werde ein Ausbau aller Verkehrsträger notwendig sein. Die Staatssekretärin begrüßte dabei im Hinblick auf die Gesamtkonzeption A14/A39 mit verbindender Querspange ausdrücklich die Einigkeit der Politiker und der Wirtschaft in der Region, durch die auch die regionalwirtschaftliche Bedeutung des Vorhabens noch einmal unterstrichen werde. „Und ich kenne kein Land, dem es gelungen ist, Verkehr und Wachstum zu entkoppeln“, ergänzte sie, in dem sie eine Position der Gegner des Autobahnbaus aufgriff. Im anschießenden Gespräch mit Vertretern verschiedener Bürgerinitiativen aus Lüneburg, Uelzen und Lüchow-Dannenberg, die sich gegen den Bau der A 39 formiert haben, musste sich die Staatssekretärin laut der Lüneburger Landeszeitung heftige Kritik anhören. Eckehard Niemann, Sprecher des Dachverbandes der BI's, sprach von einer ,,Nonsens-Autobahn", die die Lebensqualität und hoch entwickelte Standortfaktoren wie die Ernährungs- und Agrarwirtschaft sowie den sanften Tourismus zerstöre. Keine Studie belege, dass die Autobahn Wirtschaftswachstum in die Region bringe. ,,Wir plädieren für den Ausbau der Bundesstraßen." Gegen einen Ausbau von B 4 und Ostumgehung argumentierte dagegen ein Vertreter der ,,BI Ostumgehung". Das sei eine Lösung nach dem St. Florians-Prinzip. Für die Anwohner an der Ostumgehung würde das unerträglich mehr Lärm- und Abgasbelastung bedeuten. ,,Wir sind für die A 39 als transeuropäische Autobahn, um die Ostumgehung zu entlasten." Dafür erntete er von anderen BI-Vertretern Buhrufe. Angelika Mertens meinte, der Ausbau der B 4/Ostumgehung sei unzumutbar, was mit Murren quittiert wurde. Bei der IHK-Veranstaltung hatte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Hartmut Schöberl die BI’s kritisiert. „Hier werden objektiv falsche Aussagen bewusst oder unbewusst gestreut.“ Er verwies auf die Korrelation von Wirtschafts- und Verkehrswachstum, die angeblich fehlende Bürgerbeteiligung, die regionale Bedeutung einer A39 und die Frage, ob ein Ausbau der Eisenbahn eine Alternative zum Bau einer A39 darstellen könnte. Er appellierte an die Staatssekretärin: „Sorgen Sie dafür, dass die A39 in voller Länge im Kontext mit der A14 und der Querspange in die 1. Priorität des Bedarfsplans aufgenommen wird, über den der Bundestag am 17. Juni abstimmen wird.“ |