Quelle: Aller-Zeitung, 19. März 2004

Brome / Gespräch mit dem verkehrspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion

Brome (tru). Weder das Maut-Debakel noch die Ausweisung von FHH-Gebieten können die Hosenträger-Variante von A14, A39 und Querverbindung bremsen. Das berichtete Reinhard Weis, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, gestern bei einem Verkehrsgespräch, zu dem SPD-Bundestagsabgeordneter Hans-Jürgen Uhl und Samtgemeindebürgermeister Jürgen Bammel geladen hatten.

Eine der nächsten Aufgaben wird es sein, die Trasse für die Querverbindung festzulegen. „Die südliche Ausweitung des Suchraumes auf niedersächsischer Seite braucht eine Entsprechung in Sachsen-Anhalt“, stellte Weis fest. Das Ziel ist klar: „Das gemeinsame Interesse der Landkreise Gifhorn und Salzwedel ist es, die Trasse so weit südlich wie möglich zu planen“, so Uhl.

Öffentlichkeit herstellen

Die Verkehrsuntersuchung, ob die Querverbindung zwei-, drei- oder vierspurig wird, soll in den nächsten Monaten abgeschlossen sein. „Dann müssen wir auch die Öffentlichkeit einbeziehen“, drängte Weis.

Der Bundesverkehrswegeplan, in dessen Entwurf sowohl Autobahnen als auch Ortsumgehung Brome im vordringlichen Bedarf stehen, wird laut Weis im Sommer beschlossen. Sprich: Auch für die Ortsumgehung stehen die Zeichen in Niedersachsen gut. Darauf gingen Bromes Bürgermeister Adolf Bannier und Landrat Hans-Jürgen Ostermann vom Altmarkkreis ein.

Baubeginn 2007?

„Unsere Landesregierung steht auf dem Standpunkt, dass das Verkehrsproblem nur in Niedersachsen besteht“, stellte Ostermann fest. Er selber sieht die Lage anders: „Sobald Brome die Ortsumgehung hat, wird die Verkehrsbelastung in Sachsen-Anhalt erheblich verschärft.“ Bannier bedauert das Problem der Zusammenarbeit auf Länderebene, treibt die Angelegenheit aber massiv voran. „Wir werden jetzt mit der Umweltverträglichkeitsprüfung sowohl der südlichen als auch der nördlichen Umgehung beginnen.“ Er hofft auf das Planfeststellungsverfahren noch in diesem Jahr, Weis nannte das Jahr 2007 als frühesten Baubeginn.

Jürgen Bammel bezeichnete dieses Verkehrsgespräch als „Auftaktveranstaltung“ und dankte Uhl für die Initiative.

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