|
Quelle: Elbe-Jeetzel-Zeitung, 8. März 2004 A39: Politischer Streit nimmt an Fahrt aufBündnisgrüne lehnen den Neubau ab – Tritz: Nicht durchsetzbar – Grill: Ohne Autobahn keine Entwicklunggel Lüchow. Der politische Streit über den Neubau der Autobahn 39 (Lüneburg-Wolfsburg) nimmt an Fahrt auf. Die A39 erweise sich vor Ort als nicht durchsetzbar, teilt die hiesige Bundestagsabgeordnete Marianne Tritz (Bündnisgrüne) mit. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Kurt-Dieter Grill dagegen warnt vor “Bedenkenträgern”. Die A39 sei “die letzte Chance”, zeitnah eine dringend erforderliche Verkehrsinfrastruktur in der hiesigen Region zu realisieren, betont Grill. Die Region brauche die Autobahn, damit Arbeitsplätze in Industrie, Handel, Handwerk, Landwirtschaft und Tourismus erhalten und neue geschaffen werden könnten. Grill: “Die jetzige öffentliche Diskussion erweckt zeitweilig den Eindruck, die Region wolle die Autobahn nicht.” Dieser Eindruck sei jedoch falsch, so Grill. Er fordert: “Wir brauchen eine Initiative für die Autobahn, nicht jeden Tag neue Verweigerungsgründe und Bedenkenträger.” Doch der Widerstand wachse, meint dagegen Marianne Tritz. Sie verweist auf Expertisen, wonach ein wirtschaftlicher Nutzen für die Region nicht zu erwarten sei und die A39 vor allem eine Transitfunktion von Skandinavien nach Südosteuropa erfüllen werde. Dem stünden zahlreiche Eingriffe in die Natur mit gravierenden ökologischen Risiken und Eingriffen in die Lebensqualität der Anwohner gegenüber. Daher lehnen die Grünen den Bau der A39 ab. Von Anfang an hätten die Grünen darauf hingewiesen, dass der Ausbau der bestehenden B4 mit Ortsumgehungen eine wesentlich verträglichere und trotzdem verkehrspolitisch sinnvollere Lösung sei – zudem viel kostengünstiger und schneller zu realisieren. Durchzusetzen sei der Bau der A39 nur gegen den Widerstand der Bevölkerung. |