Quelle: Aller-Zeitung, 24. Februar 2004

Tappenbeck / Lärmschutzwand fertig gestellt

Anwohner beurteilen neue Situation unterschiedlich

Tappenbeck (jr). Lange hat es gedauert, aber nun steht sie da, die Lärmschutzwand am Ende der A 39. Sie soll die Anwohner des Schützenweges vor den hörbaren Begleiterscheinungen des Verkehrs schützen. Die Meinungen der Anlieger über das Bauwerk sind allerdings geteilt.

„Ich war von vornherein nicht für die Mauer“, meint Heinz Arndt, „der Aufwand, der da getrieben wurde, rentiert sich einfach nicht.“ Die Lastwagen höre man noch genau so wie vorher, weil sie über die Mauer ragten und der Fahrtwind den Lärm verteile.

„Wir wohnen hier seit 40 Jahren, und an den Anblick müssen wir uns auch erstmal gewöhnen“, urteilt Arndt. Für Helga Strietzel stellt die Wand „überhaupt keine Beeinträchtigung“ dar: „Wenn sie begrünt wird, sieht sie auch irgendwann gut aus.“ Außerdem gehe es schließlich um die Lärmbelästigung. „Wenn ich im Haus bin, höre ich den Verkehr jetzt nicht mehr. Man hat nicht mehr das Gefühl, die Autos fahren durch den Garten.“

„Die Mauer ist das beste, was es je gab“, betont Sigrid Knopp, „endlich können wir ruhig schlafen und auch mal ein Fenster aufmachen.“ Nicht erst seit die Autobahn fertig ist, sei der Lärm unerträglich gewesen. Schon seit der Grenzöffnung und der folgenden Zunahme des Verkehrs habe man im Garten sein eigenes Wort nicht mehr verstanden: „Das war kein Leben mehr.“

„Die Mauer ist fürchterlich“, sagt Marianne Witt. Sie hätte sich im Laufe der Jahre „an den Betrieb auf der Straße gewöhnt“. Sie und ihr Mann hätten seinerzeit das Grundstück gekauft, um „weit schauen zu können“. Dem setzte die Mauer ein Ende. Der Lärm indessen sei kaum weniger geworden.

„Die Lärmschutzwand ist hervorragend“, meint Dr. Günter Bodammer. Von den Verkehrsgeräuschen sei weniger zu hören. „Außerdem sind wir die Hauptnutznießer der Mauer, weil unser Haus der Straße am nächsten ist.“

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