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Quelle: Aller-Zeitung, 20. April 2004 Wittingen / Neue Bürgerinitiative will neutral über A 39 informieren und Bau möglichst verhindernWittingen (ba). „Die Politik schweigt, darum müssen wir etwas tun, um die Bürger zur geplanten A 39 zu informieren. Denn was da auf uns zukommt, wird ganz sicher kein Radweg sein”, umschreibt Jens Meyer das Anliegen der neu gegründeten Bürgerinitiative (BI) gegen die A 39 im Isenhagener Land. Meyer ist Sprecher der BI, neben Cordula Krämer und Andrea Gundacker. Beisitzer sind Friedrich Winkelmann und Jakob Drees. Bereits beim zweiten Treffen, der offiziellen Gründung, seien 15 Teilnehmer dabei gewesen. So ist Meyer denn auch optimistisch, ausreichend Zulauf zu bekommen. Vor- und Nachteile„Ratsmitglieder wissen nichts über den aktuellen Stand, Infos werden nicht weiter gegeben. Dabei wird die A 39 nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile haben”, erklärt Drees, der betont, die BI wolle neutral zur Meinungsbildung beitragen. „Durch Informationen Betroffenheit schaffen, und dann mit den verschiedenen Interessengruppen gegen eine A 39 argumentieren”, umreißt er das BI-Konzept. Dazu werden 2500 Flugblätter verteilt, die zu einer öffentlichen Info-Veranstaltung am Dienstag, 27. April, ab 20 Uhr in der Wittinger Stadthalle einladen. Dort sollen auch Fachleute sprechen. „Wir sind keine Autohasser”, so Meyer, „aber wir sehen keine nachhaltige Begründung für die Autobahn.” Drees befürchtet eine Abwanderung der Kaufkraft aus Wittingen, wenn größere Städte schneller erreichbar sind. Ein Aufschwung sei nicht zu erwarten. Das sieht auch Winkelmann so, der die A 39 als nicht bedarfsgerechte Lösung für die Region betitelt. Gegenvorschlag„Lieber die vorhandenen Straßen ausbauen”, bringt Krämer einen Gegenvorschlag zur A 39 auf den Punkt. Dies könnte geschehen, wenn die A 39 nicht kommt. Dafür will sich die BI einsetzen. Denn die Trasse führe da lang, wo es den geringsten „Raumwiderstand” gäbe. „Und Bürgerprotest ist Raumwiderstand”, so Drees. „Es gibt neue Suchräume für die A 39 nördlich von Wittingen und die Querspange bei Hankensbüttel. Damit wäre es möglich, dass wir bei Bokel, Sprakensehl oder Groß Oesingen einen Knotenpunkt bekommen. Das heißt Autobahn direkt vor der Haustür”, begründet er sein Engagement. |