Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 3. Oktober 2003

Dieser Region Leben einhauchen

Berichterstattung zum Autobahnbau — Torsten Meyer, Uelzen:

Ich finde es immer wieder sehr amüsant, wie sehr sich die Einwohner/Gemeinden über einen Autobahnbau erregen. Ist es nicht ziemlich vermessen, heute schon zu sagen, wie sehr eine solche Straße die Natur und die Wirtschaft beeinflusst, ob positiv oder negativ?

Warum soll die B4 weiter ausgebaut werden, wenn die Orte, die daran liegen, heute schon unter dem rollenden Verkehr zusammenbrechen? Glaubt irgendein Mensch tatsächlich, dass eine autobahn-ähnlich ausgebaute Bundesstraße die Region und die Städte und Gemeinden besser entlasten würde?

Ich glaube, dass wir die A39 wirklich brauchen, um dieser doch ziemlich lahmen Region in Deutschland wieder Leben einzuhauchen. Ist es nicht wichtig, nachdem Uelzen an einem Tag gleich mehrere Geschenke bekommen hat (Mahngericht ect.), weiter an der Verbesserung der Stadt zu arbeiten? Ist denn niemanden wirklich aufgefallen, dass die Einwohnerzahl immer weiter sinkt? Oder die Touristenzahlen weiter nach unten fallen?

Eine kleine und so verschuldete Stadt wie Uelzen kann doch nun jede noch so kleine (eher große) Verbesserung der Infrastruktur gebrauchen. Wie heißt es in einem Slogan der Stadt: “Uelzen – Die Einkaufsstadt der Lüneburger Heide”. Was für eine Einkaufsstadt? Denn die Einwohner fahren doch lieber nach Celle usw. Also brauchen wir mehr Einwohner, eine bessere Verkehrsanbindung an die restliche Republik und die daraus resultierende Stärkung des Einzelhandels (mehr große Ketten würden Uelzen auch nicht schaden, oder?).

Also, warum so vehement gegen etwas sein, was auf Dauer doch nur gut wäre?

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