Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 30. August 2003

Autobahn und die Datenwege

Leserbriefe zur Autobahn — Rolf Bartels, Emmendorf:

Nun kommt unser Ministerpräsident mal nach Uelzen und schon geht die Meckerei los. Aus den Leserbriefen gewinnt man die Meinung, dass Herr Wulff uns die Autobahn aufschwatzen will. Ob jemand erst die Autobahn für mehr Arbeitskräfte jetzt oder eine Datenautobahn für die Ausbildung unserer Kinder hätte, ist Ansichtssache.

Dass unser Ministerpräsident die Wissensgesellschaft “scheinbar” nicht will und uns verdummen will, daran glaubt der Autor des diesbezüglichen Leserbriefes wohl selbst nicht, hätte er doch sonst “anscheinend” mundtot gemacht werden sollen.

In Zeiten, wo immer mehr DENGLISCH gesprochen und geschrieben wird, gerät die deutsche Grammatik mehr und mehr in den Hintergrund. Uns, die wir uns wie der Leserbrief-Autor für die Zukunft unserer Kinder engagieren, bleibt die Hoffnung, dass diese sich – im Besitze eines PC und der Datenautobahn – nicht nur mit Computerspielen, sondern auch mit Schulaufgaben z. B. der deutschen Grammatik beschäftigen, falls dieser Stoff dann noch im Internet eingestellt ist.

Zur Meinung einer weiteren Leserbrief-Autorin ist zu sagen, dass unser Ministerpräsident mit Sicherheit nicht gegen Demokratie und Planungsrecht ist, wohl aber gegen übertriebenen Bürokratismus. Ob Herr Wulff noch Nachhilfestunden in Demokratie und “Sachverstand für rechtsstaatliche Sachzwänge” benötigt, scheint mir zweifelhaft. Ob er diese Nachhilfe ausgerechnet bei der besagten Autorin nehmen sollte (ich kenne die diesbezügliche Qualifikation der Dame nicht), kann ich nicht beurteilen.

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