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Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 12. April 2003 Das halbe H, das X und die FolgenUelzen-Autobahn: Nichts mehr klarkr Uelzen. Welche Variante ist wirklich die beste? Wie weit wird das erste Teilstück gebaut? Die Uelzen-Autobahn verliert gegenwärtig immer mehr an Konturen. Nachdem im Sommer des vergangenen Jahres bereits die Weichen gestellt schienen, droht nun das bisherige Verhandlungs-Ergebnis in immer neuen Diskussionen verwässert zu werden. Klartext: Nichts ist mehr klar. Torpediert wurde die bisherige Kompromiss-Formel von beiden großen politischen Richtungen. Die niedersächsische CDU hatte bei ihrer Regierungs-Übernahme zunächst für Diskussionen gesorgt, als sie die Variante Lüneburg-Wolfsburg zu Gunsten einer Trasse Lüneburg-Magdeburg in Frage stellte. Die SPD-Bundesregierung legte jetzt nach, indem sie die von ihr favorisierte Strecke Lüneburg-Wolfsburg nur halb bauen lassen will. In dem ganzen Durcheinander meldeten sich kommunale Einheiten mit eigenen Resolutionen zu Wort. Wolfsburg und der Landkreis Gifhorn machen sich stark für einen Ausbau der Strecke über Uelzen hinaus bis ans südliche Fernstraßen-Netz rund um die A 2. Die Stadt Uelzen stößt mit einer ähnlichen Resolution ins gleiche Horn. Pikant: Auch Christdemokraten legen sich in dieser einstimmig gefassten Note indirekt auf die H-Variante fest. Währenddessen setzt das Straßenbauamt Lüneburg als eine der beteiligten Behörden die politischen Vorgaben um. Und die heißen offiziell immer noch: Neubau der A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg. Rund 700 000 Euro sind dafür bereitgestellt. Zurzeit bewegen sich die Planer in einem 30 Kilometer breiten Suchraum, der im Nordkreis Uelzen von Hanstedt I bis Römstedt reicht, im mittleren Teil von Hansen bis Rosche, und im südlichen von Wrestedt bis an die Lüchow-Dannenberger Kreisgrenze. Ingenieursbüros werden gegewärtig damit beauftragt, so genannte Korridore herauszufiltern, die dann noch etwa zwei Kilometer breit sind und im Herbst vorgestellt werden sollen. Der beste Trassenverlauf wird schließlich weiter konkretisiert. “Egal ob die Trasse nun nur von Lüneburg bis Uelzen oder doch gleich bis Wolsburg im Auftragsbuch der Bundesregierung steht, diese Planungen werden auf jeden Fall durchgeführt”, sagt Straßenbauamtschef Friedhelm Fischer. Selbst das so genannte Raumordnungsverfahren, das sich bis 2005 hinziehen dürfte, wird für den gesamten Streckenverlauf vorgenommen. Fischer: “Sonst liefen wir möglicherweise Gefahr, dass die Strecke als Sackgasse endet.” Erst das viel aufwändigere Planfeststellungs-Verfahren mit Bürgerbeteiligung wird dann lediglich für den tatsächlich zu bauenden Abschnitt durchgeführt. Laufe alles nach Plan, könne 2010 mit dem Bau begonnen werden. Rund 100 bis 200 Millionen Euro würden dann pro Jahr benötigt, allein die Strecke Lüneburg-Uelzen kostet 200 Millionen Euro. |