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Aktion Lebensberg e.V. 24. März 2006 An
Sehr geehrte Unternehmer/Innen in der Region Lüneburg, es geht bei dieser Autobahn vor allem darum, dem Transitverkehr eine Straße zu geben. Durch die parallel geplante A14 wird der Transitverkehr Skandinavien-Osteuropa bereits eine Fernstraße erhalten, die auch unsere Region entlasten wird. Eine später gebaute A39 verlagert den Verkehr in unsere Region zurück. Auch hinsichtlich der immer wieder erwähnten Erschliessungsfunktion möchten wir anmerken, dass die A14 die östlich von Lüneburg/Uelzen gelegene Region bereits hervorragend erschliesst, nur eben von Osten her. Für die Region zwischen Lüneburg und Wolfsburg geht es darum, den Regionalverkehr auf einen vernünftigen Weg zu bringen. Dazu machen wir Bürgerinitiativen seit drei Jahren Vorschläge. Desweiteren ist es uns gelungen, das isolierte Nutzen-Kosten-Verhältnis der A39 zu ermitteln. Das Ergebnis von 1,87 rechtfertigt den Bau dieser Autobahn nicht - zumal diesem ohnehin schon schwachen NKV Baukosten von 440 Mio. Euro zugrunde liegen. Politiker wie Herr Althusmann sowie Planer selbst beziffern die Kosten jedoch bereits heute auf mindestens 600-800 Mio. Euro. Das NKV muss über 3,0 liegen, um Baurecht zu erlangen. Als informierte Unternehmer/Innen kennen Sie diese Argumente aber sicher bereits. Sie selbst leben in unserer wunderschönen Stadt und in unserem Landkreis, der mit unzerschnittenen Lebensräumen und seiner natürlichen Schönheit Touristen aus aller Welt in unsere Region führt. Die Nähe zu Hamburg gibt positive Impulse für die Bevölkerungsentwicklung. Die Menschen ziehen in unsere Region, weil sie mit ihren Kindern in einer natürlichen Umgebung leben möchten. Arbeiten doch auch Sie weiter daran, unsere Region ohne Autobahn noch liebenswerter zu machen.Die Stärkung der Universität, der Bau einer Kongresshalle in Lüneburg oder auch eine Telenovela wie 'Rote Rosen' wird Lüneburg im ganzen Bundesgebiet touristisch wie infrastrukturell noch attraktiver machen. Mit den Ziel-1-Mitteln sollten viele kleinere Projekte unterstützt werden, die diesen positiven Trend nachhaltig tragen. Wir möchten sie herzlich bitten: Sollten Sie tatsächlich erwarten, dass Ihre Arbeitsplätze durch eine Nichtrealisierung der A39 bedroht sind, so beteiligen Sie sich natürlich an der Aktion des Arbeitgeberverbands Lüneburg. Entscheidet aber nicht der Bau einer Autobahn über das Wohl-und-Weh Ihres Betriebes, sondern Sie selbst mit Ihrer unternehmerischen Initiative, so denken Sie an die Menschen, die bei Ihnen arbeiten, bei Ihnen einkaufen und die als Ihre Nachbarn zwischen Ihnen leben. Wir alle wollen eine liebenswerte starke Region. Durch eine Autobahn werden wir dies nicht erreichen. Die Menschen fahren an Lüneburg vorbei, der Wettbewerb wird größer. Wir verfügen über gute Argumente, nicht aber über die finanziellen Mittel, um eine ähnlichen Anzeigenkampagne zu finanzieren. Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihre Aktion Lebensberg e.V. |